Aktuelle Maßnahmen

Beginn der Maßnahmen zur Wasserrückhaltung im Bienwald

Der Pflege- und Entwicklungsplan schreibt die Förderung von Feucht- und Nasswaldbiotopen in der Naturwaldfläche des Bienwaldes vor. Hierzu soll der Abfluss des Wassers aus dem Bienwald gedrosselt werden.

Bewerkstelligt wird dies durch die Erhöhung der Schaidt-Lauterburger-Straße (einem Waldweg), sodass diese als Querdamm ein breitflächiges Abfließen verhindert. Weiterhin werden an Aschbach und Saugraben die Durchlässe erneuert und mit regelbaren Schließen versehen. Schließlich müssen an den nicht mehr benötigten Wegen die Dolen entfernt und an den noch zu nutzenden Wegen Furten und Übergange angelegt werden.

Seit Juli 2017 laufen die Ertüchtigungsmaßnahmen. An der Schaidt-Lauterburger-Straße sollen die Arbeiten bis Mitte September abgeschlossen sein, die Dolenentfernung und der Bau der Furten wird noch bis Oktober dauern.

Baggerarbeiten an der Schaidt-Lauterburger-Straße Schließe am Aschbach Neue Furt bei der Windheimer Schlagallee

Baggerarbeiten an der
Schaidt-Lauterburger-Straße

Schließe am
Aschbach

Neue Furt bei der
Windheimer Schlagallee

 

Das NGP Bienwald legt zwei weitere Amphibientümpel an

Durch die günstige Witterung konnten vor Kurzem in der Bruchbach-Otterbach-Niederung zwei Amphibientümpel hergestellt werden. Es handelt sich um flache temporäre Stillgewässer, die hauptsächlich im Frühjahr Wasser führen und so den angepassten Tieren, vornehmlich Frösche, Kröten und Molche, eine Chance geben, sich zu vermehren. Damit ist vorerst dieser Maßnahmenbereich abgeschlossen. Insgesamt bereichern nun 11 vom NGP Bienwald angelegte Tümpel die Bienwald-Region und bilden mit den vorhandenen bzw. von Naturschützern angelegten Wasserflächen einen weitreichenden Biotopverbund in der Region.

Temporäres Stillgewässer
bei Minfeld

 

Maßnahme Gewässer Bruchbach-Otterbach- Niederung:

Im ersten Teilabschnitt wird südlich der Hardtmühle in Kandel ein neue Gewässerspange zwischen einem vorhandenen Graben und dem Bruchbach angelegt. Die Arbeiten hierzu werden zum 1. Dezember 2016 aufgenommen. Weitere Abschnitte zum Umbau von Verteilerbauwerken werden im Sommer 2017 vorgenommen.
Dieser erste Teilabschnitt begünstigt mit den weiteren Abschnitten die Längsdurchgängigkeit des Bruchbaches und begünstigt gleichzeitig den Lebensraum der vorhanden Bachmuschel (Unio crassus).

Die Maßnahmen ist mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd und der Verbandsgemeinde Kandel abgestimmt.

Bau der neuen Gewässerspange Anschlussstelle Bruchbach Furt

Bau der neuen
Gewässerspange 

Anbindung
an den Bruchbach

Furt

 

Maßnahme Beweidung Lichter Trockenwälder:

Um die langfristige Offenhaltung der lichten Trockenwälder zu gewährleisten, werden die Flächen mit einer gemischten Herde aus Ziegen, Eseln und Schafen beweidet. Seit Anfang April stehen die Ziegen wieder draußen und beweiden aktuell die Waldabteilung „Bassershütte“. Im Anschluss werden die Tiere in den Bereich „Sandbuckel“ danach „Haardt“ und dann „Harzofen“ und „Bildsee“ umgestellt. Durch die Mischbeweidung entstehen viele Kleinstrukturen, Suhlstellen und offene Bodenstellen, welche besonders wärmeliebenden Arten, wie Wildbienen, Wespen und Heuschrecken zu Gute kommen. Die insgesamt lichte Waldstruktur mit Freiflächen in Kombination mit offenen Sandbereichen und Keinsträuchern stellt auch einen idealen lebensraum für den Ziegenmelker dar. Auf den Flugsandflächen können sich Sandmagerrasen entwickeln.  In den lichten Kiefernwäldern breiten sich Heidekraut und Heidelbeere aus, die wiederum einigen Wildbienen als Pollenquelle dienen.

Ziegenherde
bei der Offenhaltung

Esel unterstützen die Ziegen und Schafe und schaffen zusätzliche Kleinstrukturen

Verbiss der Spätblühenden Traubenkirsche


Maßnahme Flatterulmenpflanzung:

In der Woche nach Ostern sollen in der Waldabteilung „Bildsee“ auf 0,4 ha ca. 3.500  Flatterulmen (Ulmus Laevis) gepflanzt werden.

Flatterulmen-Anpflanzung

Flatterulmen-Anpflanzung